O.t.eebad 0pp Freie Stadt Danzig Zoppot Ihr Rei.eziel Von Kreisleiter Temp, Staatskommi..ar der -Stadt O.t.eebad Zoppot. Hart an der polni.chen Grenze liegend, i.t Zoppot .ich .einer deut.chen Art bewußt geblieben. Aus den be.cheiden.ten An- fängen i.h es im Laufe der Jahrzehnte zu dem heutigen Welt- bad geworden und dies nicht in Zeiten ruhiger Entwicklung, .ondern in heißen Kämpfen, unter .chwierig.ten Verhältni..en, aus eigener Kraft. Wenn man nach Zoppot von der See her kommt, bietet .ich dem Auge ein überwältigendes, unvergeßliches Bild. In einer .anften Rundung der Danziger Bucht leuchten aus dem .atten Grün der Wälder die roten Dächer der Häu.er. Staunener- regend i.t auch die gewaltige Seebrücke, die größte an der O.t- .eekü.te, die auch den Schiffen des Seedien.tes O.tpreußen das Anlegen ge.tattet. Zoppots Ruf i.t nicht allein dur< die Lage am O.t.ee.trand und die herrlichen Blitke von den Höhen der Zoppoter Berge begründet, .ondern auc< durc< die Nähe .einer Wälder in der Vereinigung von Meer und Wald. Die Danziger Bucht, von den Zoppoter Höhen ge.ehen, bietet einen unvergeßlichen Bli> auf die waldum.äumten Dünen des weißen Strandes, der .ich bei herrlichem Sonnen.ten Halbin.el Hela. Zoppot i.t nicht nur ein Kurort mit klimati.chen Vorzügen, ge.egnet mit land.chaftlichen Sc<önheiten, .ondern auc< neu- zeitlich durh Men.chenhand ausgebaut. Vor allen Dingen aber eine Kultur.tätte! Zoppot i.t in der ganzen Welt durc< die Weihefe.t.piele -- es gelangten haupt.ächlich Richard-Wagner-Werke zur Auf- führung -- bekannt geworden und wird mit Recht das Bay- reuth des O.tens genannt. So manch ein Kün.tler, der auf un.erer Waldbühne ge.ungen hat, wurde nach Bayreuth ver- pflichtet. Un.er Intendant Hermann Merz hat .tets darauf Wert gelegt, nur die be.ten kün.tleri.chen Kräfte für die Zop- poter Waldoper zu engagieren. Als Dirigenten waren hier tätig Profe..or Dr. Max von Scillings, Profe..or Dr. »Hans Pfitzner, Staatskapellmei.ter Elmendorf, Profe..or Heger und Etaatskapellmei.ter Tutein. In den letzten Jahren gelangten auf der Zoppoter Waldbühne zur Aufführung „Walküre“, „Sieg- fried“, „Götterdämmerung“, „Mei.ter.inger“, „Lohengrin“, „FSrei.chüß“ und „Tiefland“. In die.em Jahre gelangen die „Mei.ter.inger“ und „Walküre“ zur Aufführung. "Es dürfte un.ere Gä.te intere..ieren, daß im Jahre 1930: 21061, 1931: 12 536, 1932: 14 120 und 1933: 14 500 Zu.chauer die Waldoper be.uchten. 'Nur unter großen Opfern .eitens der Stadt, die .ich der kulturellen Bedeutung der 'Waldoper, die in die.em Jahre ihr 25jähriges Jubiläum feiern kann, bewußt i.t, gelingt es, die Wagner-Weihefe.t.piele auf un.erer Freilichtbühne durc gebrachte Ver- bundenheit mit dem Mutterlande läßt auc< un.er O.t.eebad Zoppot in eine neue Entwicklung eintreten, die zum Segen von Volk und Heimat führen wird. Zoppot Meer, Berg und Wald vereinen .ich Zu .chön.ter Harmonie, Und Well' und Wipfel rau.cht dazu Die ew'ge Melodie. Auf Deinen roten Dädern liegt Der gold'ne Sonnen.c über Wald und See genießt, wo in der Nähe die Abtei Oliva, in der Ferne die Türme der jungen deut.chen Stadt Danzig .ich zeigten. So kam es, daß das deut.he Dorf Zoppot am Höhenrande landeinwärts gebaut wurde, wo freilich er.t große Stre>en Waldes gerodet werden mußten. Nicht unten am Meer ent.tand das Dorf; denn die ganze Stree bis zu den Hügeln war .umpfig und nicht zum Bebauen geeignet. Dort, wo .ich heute das Gericht und die Kirte nicht; denn es war bei den Deut.chen läng.t 8 außer Uebung gekommen, im Freien zu baden. Und als in die.er Zeit einer der reichen Patrizier von Danzig in der See .chwamm, wurde dies fa.t als un.chi>lich ange.ehen, und eine mit Recht von Gott verhängte Strafe, daß er bei die.er Uebung ertrank! Aber jetzt hatten die Danziger, denen die .chönen Land- häu.er gehörten, auch an alles andere zu denken als an .ol, und bald waren wieder Jagd und Vogelfang die einzige Unterbrechung des friedlichen Einerleis. Die Zoppoter Seebrücke i.t die käng.te in O.teuropa LAK Im Jaßre 1734 Wieder einmal zieht eine feindliche Shar durc< die Ga..en des Dorfes Zoppot. Die Be.itzer der Villen haben .ich hinter die .tarken Wälle und Mauern der Fe.tung Danzig verzogen, die jezt von den Ru..en belagert wird. Zum er.ten Male er.cheint die.er große Feind an un.erer Kü.te. Zoppot .tand 10 ja .eit dem unglüdlihen 2. Thorner Frieden (1466) unter polni.cher Herr.chaft. Jett, im Jahre 1734, .ollte es den Un- jegen der.elben erfahren. Das polni.che Reih war in Ohnmacht ge.unken, im Innern Ddur< Parteien zerri..en und nach außen ein Spielball in den Händen fremder Mächte. Nicht hatte Polen mehr die Mat, .einen König na< freier Wahl zu wählen, .ondern Ru..en und Schweden, Franzo.en und Deut.che .uchten den ihnen genehmen Kandidaten auf den War.chauer Königsthron zu .een. Keine Teikan.icht vom Zoppoter Gro.zkurgarten 11 Mittel waren dabei zu .ten die barbari.chen Mos- kowiter das Dorf in Brand. Nac< wenigen Stunden lag nur no< ein raut .ih hinaus, wo der Himmel eintaucht -- und auch dort i.t kein Ende. Die Träume zerpflü>t rau.chende Dünung. Das Ver.äumen .t von gi.chtigen Wellenkämmen. Weit draußen mag Ruhe .ein. Jen.eits der Wa..er, der Himmel, Wolken und Winde. Und die Sehn.ucht zu>t vor dem harten Sinnen. Wer kanns enträt.eln, was dem Meer die Fäu.te zeigen heißt, und was es zur großen Liebe mat die Starken: wer das je .o .ah, der läßt das Wa..er nie mehr, den treibt es an die .alzige Flut, auf der die Sehn.ucht mit kleinen, weißen Segeln verloren treibt, zu der das .tetig klopfende Herz .ich wendet -- wie zum Leben .elb.t. L7 Stürmi.che See II. Strandpromenade zur Nacht Die Kinder träumen .chon lange in ihren Betthen von den Sandburgen, den Zappelfi.<ter Ge- wappneter klirrxen gedämpft. Ziehen vorüber, ver.cendem Stoß zu Fall, pat.en wieder auf.chle>t. Und das Meer i.t au< ein galanter Liebhaber. Macht Verbeugungen und lo>ende Fluchten, . wandert in die Flimmerluft, in die Ahnung von Wa..er und Unendlichkeit. Das i.t mittags, wenn die Sonne es gut meint, eine .hwere Aufgabe. Da geraten die Gedanken in's Schwimmen, und das Herz ver.inkt in Scken ge- blieben, wenn ihm nicht in der Per.on des Dr. Johann George Haffner, eines Deut.c<-El.äßers aus -Colmar, der Retter er- . .chienen wäre; denn Hauptmann Wegner war nicht zur Ver- größerung der Badeanlage zu bewegen, troßdem der Fremden- zuzug von Jahr zu Jahr wut von den land.chaftlichen Reizen des Ortes ausgerufen haben: „Zoppot muß Badeort werden!“ Ein frommer Wun.ch, den er zu verwirklichen trachtete, als er in der Lage war, .ich ein eigenes Häushen zu bauen und .einen. Wohn.itz nac< Zoppot zu verlegen. Er wandte .i unbenutzten Strandlandes von „2 Morgen Magdeburgi.ch“ überla..en wurde. Ent.prechend den damaligen hygieni.chen Grund.äten, daß jeder Kranke einige warme Bäder genommen haben mußte, bevor er in das kalte Seewa..er .tieg, wurde zuer.t das Warm- bad errichtet. 1823 am 21. Mai wurde der Grund.tein zu dem .ieben.en.trigen Gebäude, welches ein Türmc über die Entwieklung der Stadt Zoppot in den verflo..enen 30 Jahren läßt zwei durc< den Weltkrieg ge- trennte Ab.chnitte erkennen. In den zwölf Vorkriegsjahren erhielt der Ort .ein no< heute es ermöglicht, daß in verhältnismäßig kurzer Zeit nicht nur das Wiedereinholen, .ondern in zäher altpreu- ßi.cher Kraftentfaltung ein Ueberflügeln des Verlorenen ge- folgt i.t. Das gibt uns den Glauben und die Hoffnung, daß auch das gegenwärtige Ge.chlecht der Zoppoter Bürger.chaft noc< eine be..ere Zukunft erleben wird. Loui.e Schult-Berger. Zoppot i.t auch im Winter .chön! Wenn das rau.chende Badeleben beendet i.t, beginnt die Serb.t.ai.on. Viele Fremde kommen dann au< nac< Zoppot, um hier den Zauber des bunt gefärbten Laubwaldes zu .chauen und die herrlihen Spaziergänge am Strande bis „Berg- .kert er die Ge- bü.che in den Gärten ein und .etzt jedem Dach eine .ilber- flimmernde Swanderung. Der Heimweg zeigt neue Schönheiten. Die Mond.ichel leuchtet .ilbern aus einem Wolkenkranz hervor. Der Zoppoter Steg er.trahlt von fern im Bogenlicht der elektri.hen Lampen weit in die dunkle See hinaus. Zahllo.e Lichter blitzen als trau- liher Lampen.. Blank .ind die Augen und ela.ti.ch der Schritt und lachend der Mund der fri.chen Mädel. A<, ja, Zoppot i.t auch im Winter .chön! Beate Böttcher. 32 BÖRNER & GUTSCHE ZOPPOT, SEESTR.62